Die Federal Reserve ließ den Leitzins am Mittwoch, dem 28. Oktober, wie von den Märkten erwartet unverändert. Die Entscheidung dürfte sich kurzfristig nur begrenzt auf die Hypothekenzinsen auswirken, schließt jedoch weitere Erhöhungen nicht aus. Der durchschnittliche effektive Jahreszins für eine Hypothek mit festem Zinssatz und 30-jähriger Laufzeit sank in der Woche bis zum 28. Oktober um 10 Basispunkte auf 7,17 %, basierend auf Zinssätzen, die Zillow an NerdWallet übermittelt hat.

Der nächste wichtige Indikator ist der Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben, das von der Fed bevorzugte Inflationsmaß, der am Donnerstag, dem 29. Oktober, veröffentlicht werden soll. Den Entscheidungsträgern lag dieser Bericht zum Zeitpunkt ihrer Entscheidung noch nicht vor. Sollte er einen Anstieg der Inflation zeigen, könnten die Hypothekenzinsen in den kommenden Wochen steigen; ein stärkerer Anstieg könnte zudem die Argumente für eine Zinserhöhung der Fed bei ihrer nächsten Sitzung untermauern.

Die Sorge vor Inflation hält an: Der am 14. Oktober veröffentlichte Verbraucherpreisindexbericht für September bezifferte die jährliche Inflation auf 3,7 %. Unterdessen sahen von CME FedWatch zitierte Futures-Händler eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Fed am 9. Dezember.

Hypothekenzinsen reagieren auch auf Faktoren wie Ölpreise, Bewegungen am Anleihemarkt sowie nationale und globale Ereignisse, weshalb ihre Entwicklung ungewiss bleibt. Der durchschnittliche Hypothekenzins für 30-jährige Laufzeiten lag im Oktober bei 7,3 %, nach 6,98 % im September. Setzt sich diese Entwicklung fort, ist in diesem Jahr ein monatlicher Durchschnitt von 7,5 % möglich. Zuletzt erreichte der monatliche Durchschnitt diesen Wert im Oktober 2023.

Eine weitere Zinserhöhung der Fed wäre darauf ausgerichtet, die Inflation abzukühlen. Der Quelle zufolge könnte eine Eindämmung der Inflation Bedingungen für später niedrigere Zinsen schaffen und den Druck auf die Haushaltsbudgets verringern, auch auf die von potenziellen Immobilienkäufern.

Quellen: NerdWallet.