Die Hypothekenzinsen stiegen am Donnerstag, dem 29. Oktober, deutlich an. Der durchschnittliche effektive Jahreszins für eine 30-jährige Festhypothek erreichte 7,32 %. Damit lag der Wert 22 Basispunkte über dem Durchschnitt des Vortags und 24 Basispunkte über dem Wert einer Woche zuvor. Ein Basispunkt entspricht einem Hundertstel eines Prozentpunkts.

Der Anstieg erfolgte einen Tag, nachdem die Federal Reserve angekündigt hatte, den Leitzins für Bundesmittel unverändert zu lassen. Obwohl die Fed die Hypothekenzinsen nicht direkt festlegt, beeinflussen ihre Entscheidungen die Kreditkosten. Die Preisgestaltung für Hypotheken reagiert außerdem auf Inflationsdaten, Beschäftigungszahlen, Bewegungen an den Anleihemärkten und globale Nachrichten.

Die Märkte hatten bereits erwartet, dass die Fed die Zinsen stabil halten würde, wodurch die unmittelbare Auswirkung der Entscheidung auf die Hypothekenzinsen begrenzt wurde. Auf seiner Pressekonferenz nach der Sitzung sagte Fed-Vorsitzender Kevin Warsh, dass die Zinserhöhung im September allmählich dazu beitrage, die Inflation in Richtung des 2-%-Ziels der Fed zu senken. Zugleich merkte er an, dass die Entscheidungsträger noch keine endgültigen Schlussfolgerungen gezogen hätten und Preisstabilität noch nicht erreicht worden sei.

Der jüngste Preisindex für persönliche Konsumausgaben, das bevorzugte Inflationsmaß der Fed, zeigte, dass die Preise im September im Jahresvergleich um 3,6 % gestiegen waren, verglichen mit 3,4 % im August. Die Daten wurden nach der Fed-Sitzung veröffentlicht und standen den Entscheidungsträgern daher bei dieser Entscheidung nicht zur Verfügung.

Die nächste Fed-Sitzung ist für den 8. und 9. Dezember angesetzt. Weitere Zinsbewegungen bis dahin könnten von bevorstehenden Wirtschaftsdaten beeinflusst werden, darunter der für Freitag, den 6. November, erwartete Arbeitsmarktbericht für Oktober. Eine starke oder sich verbessernde Beschäftigungslage könnte die Argumente für eine weitere Erhöhung des Leitzinses für Bundesmittel stärken, da sie darauf hindeuten würde, dass der Arbeitsmarkt höhere Kreditkosten verkraften könnte.

Für Eigenheimbesitzer kann eine Refinanzierung erwägenswert sein, wenn die aktuellen Zinsen etwa 0,5 bis 0,75 Prozentpunkte unter dem bestehenden Hypothekenzins liegen, vorausgesetzt, der Kreditnehmer erwartet, lange genug in der Immobilie zu bleiben, um die Abschlusskosten wieder hereinzuholen. Auf Grundlage des aktuellen Durchschnitts legt der Artikel nahe, dass Kreditnehmer mit Zinssätzen von etwa 7,82 % oder höher beginnen könnten, eine Refinanzierung zu prüfen, auch wenn relativ wenige Eigenheimbesitzer diese Schwelle erreichen dürften.

Kreditnehmer, die nach einem Eigenheim suchen, sollten sich darauf konzentrieren, ob sie sich die heutige monatliche Rate leisten können, anstatt zu versuchen, künftige Zinsbewegungen vorherzusagen. Der Vergleich von Angeboten verschiedener Kreditgeber, die Einholung einer Vorabgenehmigung und die Prüfung der Auswirkungen unterschiedlicher Kreditsummen können dabei helfen, ein tragfähiges Budget festzulegen.

Wer bereits ein akzeptables Hypothekenangebot erhalten hat, kann erwägen, den Zinssatz festzuschreiben, insbesondere wenn der Kreditgeber eine Float-down-Option anbietet, durch die der Kreditnehmer während der Zinsbindungsfrist von einem niedrigeren Zinssatz profitieren kann. Die Zinsen können sich täglich oder sogar stündlich ändern, und individuelle Angebote können von den beworbenen Zinssätzen abweichen, da Kreditgeber Faktoren wie Kreditwürdigkeit, Schulden-Einkommens-Verhältnis, Beschäftigungshistorie, Anzahlung, Darlehensart, Standort, Immobilientyp und Darlehenshöhe berücksichtigen.

Quellen: NerdWallet.